Rubikon – Ein Stück frei nach Lisa M. Shari Böttcher

RUBIKON – ein Theaterstück frei nach Lisa M. Shari Böttcher

Pressetext:
„Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungsvollen und sensationsgierigen Frauen nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Autonomie einzuführen und das männliche Geschlecht zu vernichten“ (Valerie Solanes)
Die Welt wie wir sie kannten existiert nicht mehr. Naturkatastrophen, Kriege und Seuchen forderten mehrere Milliarden Opfer. Die wenigen, die sich retten konnten, leben in ärmlichsten Verhältnissen und kämpfen um ihr Überleben.
Als absehbar wurde, dass die alte Ordnung und damit die sogenannte zivilisierte Welt zusammenbricht, haben die deutschen Frauen, nachdem sie sich an die Macht geputscht haben, drastische Maßnahmen ergriffen. Da sie das Männliche als Grund allen Übels erkannt hatten, wurden alle Männer getötet, weil ihre bloße Existenz einen Rückfall in kriegerische und unterdrückende Verhaltensmuster erwarten ließ.
Das Staatsgebiet wird ummauert, aus Deutschland wird Teutonica.
Diese neue Frauenwelt ist gänzlich abgeschottet. Kommunikation nach außen wird schwerstens geahndet, wer sich der herrschenden Staatsdoktrin entgegenstellt, wird augenblicklich des Landes verwiesen und somit seinem Schicksal überlassen.
Nach mehr als zwei Jahrzehnten totaler Isolation wächst in der Bevölkerung der Unmut. Unter den Bürgerinnen der zweiten Generation regt sich unüberhörbar der Wunsch nach Veränderung. Das Bedürfnis die Prinzipien des Frauenstaates zu hinterfragen und die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung ohne staatliche Aufsicht und Regulierung sind nicht mehr aufzuhalten. Sie träumen von einer Welt ohne soziale Unterschiede und von einem Leben in dem Gefühle und Begehren sich frei entfalten. Ein junges Mädchen: “Die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind sicher gegeben – doch haben unsere Vorfahren vielleicht eine Mauer zwischen die Geschlechter gebaut?”

Regie und Bühne :
Miriam Heinrich Horwitz